Barrierefreies Wohnen

Was früher kein Problem war, ist plötzlich ein unüberwindbares Hindernis. Treppenstufen, die Anordnung bestimmter Möbelstücke, aber auch Stolperfallen wie herumliegende Kabel. Die meisten Senioren möchten auch im Alter noch in den eigenen vier Wänden leben. Damit das selbstbestimmt und mit einem Höchstmaß an Sicherheit gelingt, gibt es einiges zu beachten.

  • Wie können Sie mit einfachen Mitteln Wohnraum barrierefrei gestalten?
  • Wo erhalten Angehörige Hilfe, wenn Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen durchgeführt müssen?

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über wichtige Informationen und Fakten zum Thema.

5 Tipps für barrierefreies Wohnen

Stolperfallen beseitigen

Wenn das Augenlicht und auch die Agilität nachlässt, können selbst kleine Gegenstände oder Kabel zu gefährlichen Stolperfallen werden. In vielen Fällen ist schon viel getan, Einrichtungsgegenstände so umzustellen, dass sichere „Laufkorridore“ entstehen. Mehr Bewegungsfreiraum ist gleich geringere Sturzgefahr.

Treppen sicherer machen 

Durch nachlassende Kraft in den Beinen stellen Treppen oft ein unüberwindliches Hindernis dar. Wichtig ist vor allem, dass Handläufe der Treppe entlang bequem zu erreichen sind. Sofern mehrere Ebenen im Treppenhaus vorhanden sind, platzieren Sie doch an strategischen Punkten Stühle, um Ruhepausen zu ermöglichen. Auch der Einbau eines Treppenliftes ist denkbar.

Rutschfeste Einrichtung und Bodenbeläge

Im Sanitärbereich geschehen im häuslichen Bereich die meisten Unfälle. Besonders bei Nässe verwandeln sich geflieste Oberflächen und Böden in rutschige Gefahrenquellen, selbst für junge Menschen. Um Unfällen vorzubeugen, empfehlen wir Anti-Rutschmatten auszulegen, um rutschige Flächen in trittsicheren Untergrund zu verwandeln. Auch im Treppenhaus oder in anderen Wohnbereichen ist ein rutschfester Untergrund wichtig. Heben sich Treppenstufen beispielsweise optisch nicht gut voneinander ab? Hier empfiehlt sich farbiger und rutschhemmender Stufenbelag, um Stürze zu vermeiden.

Sitzflächen erhöhen

Schluss mit mühevollem Hinsetzen und Aufstehen! Mit Sitzerhöhungen heben Sie die Sitzhöhe ohne Aufwand um 20 bis 30 Zentimeter an. Für nahezu jeden Wohnbereich gibt es entsprechende Produkte: für das Sofa, den Sessel oder die Toilette. Damit wird das Aufstehen und hinsetzen erleichtert, und die Pflegebedürftige Person kann sich selbstbestimmt durch das eigene Zuhause bewegen. Mit Sitzerhöhungen erhöhen Sie nicht nur die Sitzposition, sondern auch das Wohlbefinden Ihres Pflegebedürftigen Angehörigen.

Für schnelle Hilfe im Notfall sorgen 

Man kann noch so viele Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Doch Unfälle und Stürze lassen sich nicht immer vermeiden. Für diesen Fall ist es gut, einen Notfallplan bereit zu halten:

  • ist ein Hausnotrufsystem vorhanden?
  • Kann die pflegebedürftige Person Hilfe verständigen?
  • Schaut jemand mehrmals am Tag nach dem Rechten, womöglich ein Pflegedienst?

Dank eines gut vorbereiteten Notfallplans kann die gestürzte oder verletzte Person damit rechnen, dass in absehbarer Zeit Hilfe eintreffen wird. Diese Gewähr schützt vor Panik und bietet Sicherheit.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – wenn mehr nötig ist

Nicht immer reichen solche einfachen Maßnahmen aus, um einer pflegebedürftigen Person eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Wussten Sie bereits, dass die Pflegekassen bei Pflegebedürftigkeit finanzielle Zuschüsse für einen altersgerechten Umbau bewilligen? Dazu zählen etwa Umbaumaßnahmen mit Eingriffen in die Bausubstanz wir Türverbreiterungen, Rampen oder Treppenlifte, aber auch der pflegegerechte Umbau des Badezimmers.


Voraussetzung ist, dass dadurch die häusliche Pflege erleichtert oder die selbstständige Lebensführung der Pflegebedürftigen wiederhergestellt werden. Mehr Informationen zu Förderung von altersgerechtem Wohnen erhalten Sie auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Pflegeberatung beim Flechtinger Pflegedienst

Gerne beraten wir Sie zu allen Fragen rund um Ihre individuelle Pflegeplanung. Welche Pflegeleistungen und Unterstützungsleistungen sind besonders passend für Sie? Haben Sie Fragen bei der Beantragung von Pflegehilfsmitteln? Wir sind für Sie da. Sprechen Sie uns doch an.

Zum Weiterlesen:

Website des Gesundheitsministerium: 

Informationen zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen

Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung

Geänderte Besuchsregelung / Testpflicht für alle Besucher

Liebe Angehörige und Besucher,

die aktuelle SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt sowie das aktuelle Infektionsschutzgesetz und die bundesweit in Kraft getretene Coronavirus-Testverordnung regeln maßgeblich die Besuche in Pflegeeinrichtungen.

Ein negatives Coronavirus-Testergebnis ist Voraussetzung für den Zutritt in unsere Einrichtung – dies ist unabhängig vom Impfstatus.

Bitte beachten Sie, dass wir als Pflegeeinrichtung nach § 6 Abs. 1 der Coronavirus-Testverordnung nicht dazu berechtigt sind, einen 3G-gültigen Testnachweis auszustellen.

Um unsere Bewohner und Mitarbeiter weiterhin vor einer Infektion zu schützen, ist es unbedingt erforderlich, sich an die Anweisungen des Pflegepersonals zu halten!

  • Klingeln Sie bitte (auch wenn die Haustür offen ist) und melden sich beim Personal an.
  • Desinfizieren Sie ihre Hände und legen unverzüglich den von uns bereitgestellten medizinischen Mund-Nasen-Schutz
  • Halten Sie den nötigen Sicherheitsabstand ein.
  • Tragen Sie während des gesamten Aufenthalts den Mund-Nasen-Schutz.
  • Bitte betreten Sie nicht die Gemeinschaftsräume.
  • Unsere Mitarbeiter sind verpflichtet einen Anwesenheitsnachweis zu führen.


Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Die Geschäftsleitung

Flechtingen, 24.11.2021