Einblick: ein Tag aus Sicht eines Pflegers

In der Altenpflege tätig zu sein, hat Zukunft. Denn die demografische Entwicklung zeigt, dass es in Zukunft mehr ältere, als jüngere Menschen geben wird. Mit steigendem Lebensalter, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden und auf Hilfe im Alltag angewiesen zu sein. Gleichgültig ob Senioren daheim in der eigenen Wohnung betreut oder in einem Seniorenzentrum gepflegt werden, eine pflegerische Versorgung ist nur dann möglich, wenn auch das dafür nötige Personal vorhanden ist. Umso wichtiger ist es, den Beruf des Altenpfleger oder der Altenpflegerin attraktiv zu gestalten, damit möglichst viel Nachwuchs in dieser Branche ausgebildet werden kann.

Was macht den Pflegeberuf so attraktiv?

Für den Beruf des Altenpflegers entscheiden sich zumeist Menschen, die sich sozial engagieren möchten. Wer Freude daran hat, anderen Menschen zu helfen und nach einer sinnvollen Tätigkeit sucht, ist in dem Beruf richtig. Personen, die in der Altenpflege arbeiten, schätzen an ihrer Tätigkeit, dass man von den betreuten Menschen auch sehr viel zurück kommt. Die Dankbarkeit für Hilfe und das Gefühl gebraucht zu werden, macht einen Teil der Attraktivität des Berufes aus. Nebenbei ist der Beruf sehr vielseitig und umfasst viele verschiedene Tätigkeiten. Dazu gehören:

  • Hilfe bei Körperpflege
  • Hilfe bei Mobilität
  • Hilfestellung beim Essen
  • Gespräche mit Angehörigen
    medizinische Tätigkeiten (Medikamente verabreichen, Injektionen)
  • Gespräche mit Ärzten, Therapeuten und Physiotherapeuten
  • Hilfe bei der Benutzung von Hilfsmitteln (Hörgerät, Rollator, Gehstützen, Korsett, Brille)
  • Begleitung des MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen) bei Begutachtungen – Dokumentation von Pflegetätigkeiten
  • Flüssigkeits- und Trinkprotokolle führen

 

Inzwischen nimmt die medizinische Betreuung in Seniorenzentren einen immer größeren Raum ein. Denn es kommen immer ältere Menschen mit immer komplizierteren Krankheitsbildern in die Pflegeeinrichtungen. Daher ist ein sicherer Umgang mit Kathetern, Sonden, Verbänden, Injektionen, Ernährungspumpen und Insulin-Pens ein wichtiger Aspekt.

 

Ein typischer Tag in einer Pflegeeinrichtung

6:15 Uhr: Das Pflegeteam sitzt mit der Nachtwache zur Dienstübergabe zusammen. Es wird alles besprochen, was in der Nacht passiert ist.

6:30 Uhr: Die Pfleger und Pflegerinnen teilen sich auf. Jeder übernimmt ein paar Zimmer. Den Bewohnern beim Aufstehen, Toilettengang, Ankleiden und der Körperpflege helfen steht auf dem Programm. Duschen oder ein Bad gehören dazu. Lagerung von Bettlägerigen.

8:00 Uhr: Zeit für das Frühstück. Mobilere Bewohner werden in den Frühstücksraum begleitet oder suchen ihn allein auf. Senioren mit Demenz und größeren Einschränkungen bekommen das Frühstück gereicht.

8:30 Uhr: Medikamentenausgabe.

9:00 Uhr: Versorgung von Bettlägerigen. Lagerung, Körperwäsche im Bett.

10:30 Uhr: Die letzten Bewohner sind gewaschen und versorgt. Zeit für Telefonate mit Ärzten, Apotheken, Therapeuten. Aufräumen der Pflegearbeitsräume. Wäsche sortieren, Desinfektion von Nachtstühlen, Waschschüsseln und anderen Pflegehilfsmitteln. Zwischendurch immer mal wieder zur Klingel gehen, nach Infusionen schauen und ähnliches.

12:00 Uhr: Mittagessen verteilen. Begleitung von Bewohnern in den Speisesaal. Anreichen des Essens bei Demenzpatienten und Personen mit anderen Einschränkungen. Mundgerechte Vorbereitung des Essens. Fleisch kleinschneiden und ähnliches.

12:30 Uhr: Medikamentenausgabe.

13:00 Uhr: Toilettengang mit Bewohnern und Bewohner zur Mittagsruhe hinlegen. 13:30 Uhr: Übergabe mit der Mittagsschicht.

14:00 Uhr: Dienstschluss.

14:30 Uhr: Den Bewohnern beim Aufstehen nach der Mittagsruhe helfen, Lagerung von Bettlägerigen. Eine Pflegekraft stellt Medikamente für die kommende Woche und dokumentiert die Bestellung neuer Medikamente.

15:00 Uhr: Kaffeezeit. Kaffee verteilen und eingeschränkten Bewohnern Kaffee und Kuchen anreichen.

Zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr immer mal wieder zur Klingel gehen, Bettlägerige umlagern, Infusionen und Ernährungspumpen kontrollieren und nachfüllen.

18:00 Uhr: Abendbrot verteilen. Begleitung von Bewohnern in den Speisesaal. Anreichen des Essens bei Demenzpatienten und Personen mit anderen Einschränkungen.

18:30 Uhr: Verabreichung und Verteilung von Medikamenten.

19:00 Uhr: Die ersten Bewohner werden zu Bett gebracht. Toilettengang, Hilfe beim Auskleiden. Umlagerung von Bettlägerigen.

20:30 Uhr: Dienstübergabe mit der Nachtwache.

21:00 Uhr: Dienstschluss Mittagsschicht.

Selbstverständlich ist dies nur ein grober Überblick über die Tätigkeiten. Es gibt zwischendurch immer wieder mal unerwartete Situationen. Ein Bewohner stürzt und muss ins Krankenhaus, ein anderer hat Schmerzen und braucht ärztliche Hilfe, Angehörige möchten ein Gespräch oder es kommen Physiotherapeuten oder Ärzte zum Hausbesuch und benötigen Informationen.

Schöne Aspekte des Berufs Altenpfleger

Wer in der Altenpflege tätig ist, erlebt das Gefühl der Befriedigung etwas sinnvolles zu tun. Menschen zu helfen ihre Lebensqualität zu verbessern und deren Dankbarkeit zu erleben, ist ein schönes Gefühl. Der Beruf ist facettenreich und deckt viele verschiedene Tätigkeiten ab.

 

Herausforderungen in der Altenpflege

Der Pflegeberuf ist ein schöner Beruf, jedoch gibt es auch einige Herausforderungen, denen sich die Pflegenden stellen müssen. So ist beispielsweise der tägliche Umgang mit Krankheit und dem Sterben nicht immer einfach zu bewältigen. Auch Geduld ist bei der Pflege gefragt. Mit den Stimmungsschwankungen von Demenzpatienten, psychisch erkrankten oder aggressiven Bewohnern umzugehen, erfordert Fachkenntnis und viel Fingerspitzengefühl. Die Kommunikation mit Angehörigen, die durch die Pflegesituation unter Druck stehen erfordert ebenfalls Geduld und Takt.

Beratung von Pflegenden und Angehörigen

Möchten Sie mehr über den Pflegeberuf erfahren? Wir beim Flechtinger Pflegedienst stehen Ihnen gerne Rede und Antwort zu Ihren Fragen. Angehörige und Pflegende erhalten bei uns darüber hinaus Informationen zum Thema Pflegestufen und Pflegegrade und Details zum Thema stationäre Pflege und Pflegedienst.

Egal ob ambulanter Pflegedienst oder Pflegeeinrichtung, fachkundige Pflege kann die Lebensqualität von Senioren entscheidend verbessern und sogar dabei helfen, wieder aktiver am Leben teilnehmen zu können.

Geänderte Besuchsregelung / Testpflicht für alle Besucher

Liebe Angehörige und Besucher,

die aktuelle SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt sowie das aktuelle Infektionsschutzgesetz und die bundesweit in Kraft getretene Coronavirus-Testverordnung regeln maßgeblich die Besuche in Pflege-einrichtungen.

Ein negatives Coronavirus-Testergebnis (PoC-Test nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) ist Voraussetzung für den Zutritt in unsere Einrichtung, sowie das Tragen einer FFP 2 Maske – dies ist unabhängig vom Impfstatus.

Bitte nutzen Sie dafür die kostenlose Bürgertestung. Mit der neuen Testverordnung werden Bürgertestungen unter anderem für Besucher, die in Pflegeeinrichtungen untergebrachte Personen besuchen – kostenfrei ermöglicht.

Die Anspruchsberechtigung wird auf Grundlage eines bundeseinheitlichen Formulars zur Verfügung gestellt, welches Sie von der Einrichtungsleitung ausgefüllt ausgehändigt bekommen.

Bitte seien Sie uns weiterhin behilflich bei der Umsetzung folgender vorgeschriebener Maßnahmennahmen:

  • Klingeln Sie bitte (auch wenn die Haustür offen ist) und melden sich beim Personal an und halten Ihr negatives Testergebnis bereit.
  • Halten Sie die nötigen Hygiene- und Abstandregeln ein.
  • Tragen Sie während des gesamten Aufenthalts die FFP 2 Maske.
  • Bitte betreten Sie nicht die Gemeinschaftsräume.

 

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir als Pflegeeinrichtung nach § 6 Abs. 1 der Coronavirus-Testverordnung nicht dazu berechtigt sind, einen 3G-gültigen Testnachweis auszustellen.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!
Die Geschäftsleitung

Flechtingen, 02.11.2022