Das Hospiz- und Palliativgesetz

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was für das Leben eines Menschen gilt, wird auch durch den Tod nicht ungültig. Gerade am Lebensende ist es die höchste Priorität, Patienten eine würdevolle Umgebung zu ermöglichen. Das seit 2015 gültige Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung“, kurz Hospiz- und Palliativgesetz (HPG), soll die Pflegequalität am Lebensende sicherstellen.

In diesem Artikel möchten wir besonderes Augenmerk darauf richten, inwieweit das Gesetz unsere Arbeit als Pflegedienst berührt und vereinfacht. Denn letztendlich profitieren Sie als Angehöriger, Bewohner oder Empfänger von Pflegeleistungen davon.

Was bedeutet eigentlich Palliativversorgung?

Kurz gesagt sollen durch eine Palliativpflege die medizinische, pflegerische, psychologische und seelsorgerische Versorgung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase sichergestellt werden. Ziel ist die Linderung von unheilbaren Beschwerden – auch als Palliation bezeichnet.

Es wird also nicht mehr die Ursache der Erkrankung bekämpft, sondern die Lebensqualität des Patienten so gut es geht aufrechterhalten. Da dies mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden ist, erhalten die Pflegedienste und Hospize dafür Unterstützung. Darauf zielt das Hospiz – und Palliativgesetz. Hier ein kurzer Überblick.

Allgemeine und spezialisierte Palliativversorgung

Anhand des Betreuungsaufwands wird zwischen allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung unterschieden. Zur allgemeinen Palliativbetreuung zählt die Behandlung sowie Linderung von Symptomen in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht. Hinzu kommt die spezialisierte Versorgung im Verbund mit Pflegekräften, Sozialarbeitern und Psychologen, um auf die besonderen Bedürfnisse von unheilbar kranken Menschen einzugehen.

HPG – Das Hospiz und Palliativgesetz

Das HPG gilt seit dem 08.Dezember 2015. Seitdem zählt die Palliativversorgung ausdrücklich zu den im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckten Pflegemaßnahmen. Darüber hinaus werden palliative Maßnahmen auch von der sozialen Pflegeversicherung abgedeckt, die es Seniorenzentren und Pflegezentren wie dem Flechtinger Pflegedienst erleichtern, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern eine Versorgungsplanung zur individuellen und umfassenden medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und seelsorgerischen Betreuung in der letzten Lebensphase anzubieten. Diese Beratung wird ebenfalls von den Krankenkassen finanziert.

Gründe für das Gesetz

Nicht immer ist es möglich, dass Patienten die letzte Lebensphase zuhause in vertrauter Umgebung im Kreis der Familie verbringen können. Die Mehrheit verbringt diese Lebensphase in Krankenhäusern oder Pflegezentren. Daher ist es besonders wichtig, eine selbstbestimmte und nach persönlichen Wünschen gestaltete letzte Lebensphase zu ermöglichen.

Stärkung der Palliativversorgung in Pflegezentren und Pflegediensten

Durch das neue sollen Pflegeheime die gesetzliche Grundlage dafür erhalten, dass die Palliativpflege dort ihren Raum findet und die Bewohner sie nutzen können. Hinzu kommt auch eine stärkere Vernetzung von Ärzten, Pflegediensten und Hospizangeboten. Das ermöglicht beispielsweise eine engere Zusammenarbeit von stationären Pflegeeinrichtungen mit ambulanten Hospizdiensten. In der Folge erhalten Betroffene eine umfassendere Palliativversorgung.

Beratung von Versicherten

Versicherte haben Anspruch auf Beratung seitens der Krankenkassen, was die Auswahl und die Inanspruchnahme der Leistungen der Palliativpflege angeht. Außerdem müssen die Krankenkassen ihnen auch bei der Inanspruchnahme helfen.
Darüber hinaus informieren die Krankenkassen auch über rechtliche Verfügungen für die persönliche Vorsorge für das Lebensende, so etwa die Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung.

Wir sind für Sie da

Im Vordergrund der palliativmedizinischen Betreuung steht immer der Mensch und die bestmögliche Lebensqualität des Patienten. Dabei vergessen wir beim Flechtinger Pflegedienst auch die Angehörigen nicht. Gerne beraten wir Sie zu allen Ihren Fragen.

Zum Weiterlesen:

Website des Gesundheitsministerium: 

Website des Gesundheitsministeriums

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin. 

Geänderte Besuchsregelung / Testpflicht für alle Besucher

Liebe Angehörige und Besucher,

die aktuelle SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt sowie das aktuelle Infektionsschutzgesetz und die bundesweit in Kraft getretene Coronavirus-Testverordnung regeln maßgeblich die Besuche in Pflegeeinrichtungen.

Ein negatives Coronavirus-Testergebnis ist Voraussetzung für den Zutritt in unsere Einrichtung – dies ist unabhängig vom Impfstatus.

Bitte beachten Sie, dass wir als Pflegeeinrichtung nach § 6 Abs. 1 der Coronavirus-Testverordnung nicht dazu berechtigt sind, einen 3G-gültigen Testnachweis auszustellen.

Um unsere Bewohner und Mitarbeiter weiterhin vor einer Infektion zu schützen, ist es unbedingt erforderlich, sich an die Anweisungen des Pflegepersonals zu halten!

  • Klingeln Sie bitte (auch wenn die Haustür offen ist) und melden sich beim Personal an.
  • Desinfizieren Sie ihre Hände und legen unverzüglich den von uns bereitgestellten medizinischen Mund-Nasen-Schutz
  • Halten Sie den nötigen Sicherheitsabstand ein.
  • Tragen Sie während des gesamten Aufenthalts den Mund-Nasen-Schutz.
  • Bitte betreten Sie nicht die Gemeinschaftsräume.
  • Unsere Mitarbeiter sind verpflichtet einen Anwesenheitsnachweis zu führen.


Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Die Geschäftsleitung

Flechtingen, 24.11.2021